Der Pflegeausbildungsindex (PIX)
Sprechende Zahlen und wichtige Statistiken zur Pflegeausbildung in Deutschland
Wenn das Statistische Bundesamt in Wiesbaden traditionell im Juli – in diesem Jahr am 2. Juli 2026 – die endgültigen Zahlen zur Pflegeausbildung des zurückliegenden Jahres vorlegt, dann wird das mit Spannung erwartet: in der Pflegebranche, in der Politik, in den Redaktionen. Und das aus gutem Grund. Die Ausbildungszahlen sind weit mehr als eine jährliche Fleißarbeit der amtlichen Statistik. Sie sind ein Gradmesser dafür, wie attraktiv der Pflegeberuf im Wettbewerb mit anderen Ausbildungsberufen tatsächlich ist – und sie geben einen frühen Hinweis darauf, wie es um die pflegerische Versorgung von morgen bestellt sein wird.
Denn eines ist klar: Die Sicherung einer qualitativ hochwertigen Pflege beginnt mit einer starken, qualitätsvollen Ausbildung.
Der Pflegeausbildungsindex (PIX) formt – in Ergänzung der Begleitforschung zur Pflegeausbildung – aus der Datenlieferung des Statistischen Bundesamts einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der Pflegeausbildung in Deutschland und macht zentrale Trends, Herausforderungen und Potenziale sichtbar.
Auf Basis ausgewählter Kennzahlen werden unter anderem dargestellt und analysiert:
- Ausbildungszahlen – Neuabschlüsse, Bestand, Abschlüsse und ihre Entwicklung im Zeitverlauf
- Regionale Entwicklungen – die Unterschiede zwischen den Bundesländern, die im Bundesdurchschnitt regelmäßig verschwinden
- Ausbildungsstrukturen – Trägerschaft, Schulformen, Vertiefungseinsätze, Prüfungserfolg
- Akademisierung – das Pflegestudium als eigener, bislang schmaler Pfad
- Weitere Einflussfaktoren, die erklären helfen, warum sich Zahlen bewegen – oder warum eben nicht
Der PIX schafft damit Transparenz, unterstützt eine datenbasierte Diskussion und liefert eine fundierte Grundlage für strategische Entscheidungen zur Weiterentwicklung der Pflegeausbildung in Deutschland.
Mit dem Pflegeberufereformgesetz (PflBRefG) von 2017 wurden die bis dahin getrennten Ausbildungen in den Berufen Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/-in sowie Altenpfleger/-in zum gemeinsamen Berufsbild der Pflegefachfrau beziehungsweise des Pflegefachmanns zusammengeführt.
Angeboten wird die generalistische Ausbildung seit 2020. Sie dauert in Vollzeit drei Jahre und findet an Pflegeschulen sowie in Krankenhäusern und in stationären oder ambulanten Pflegeeinrichtungen statt. Wie bei den meisten Gesundheits- und Pflegeberufen handelt es sich dabei nicht um eine Berufsausbildung innerhalb des dualen Systems – ein Umstand, der bei jedem Vergleich mit anderen Ausbildungsberufen mitgedacht werden muss.
Neben der beruflichen Ausbildung besteht die Möglichkeit eines Pflegestudiums an Hochschulen oder Universitäten. Mit dem Pflegestudiumstärkungsgesetz wird das Studium seit 2024 vergütet und gesichert finanziert.
Das duale Studium verbindet praktische und theoretische Inhalte und schließt mit dem akademischen Grad eines Bachelors ab. Die staatliche Prüfung zur Erlangung der Berufszulassung ist Bestandteil der hochschulischen Prüfung. Die Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau“ beziehungsweise „Pflegefachmann“ kann zusammen mit dem akademischen Grad geführt werden.
Literatur und Artikel zum PIX
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